
Nach Rom, nach Worms, nach Augsburg. Pendelnd zwischen Wittenberg und Erfurt. Besuche bei den Eltern, bei den Augustinerbrüdern: Luther hasste Reisen. Als Mönch pilgerte man mit gesenkten Augen. Für Sehenswürdigkeiten blieb er blind. Die Schweiz – »nicht mehr denn Berg und Thal«, Rom eine Schutthalde, Florenz wenigstens voller guter Hospitäler. Aber die Italiener schneidern elegantere Hosen als die Deutschen!
Doch trotz aller Abneigung wurde das Reisen zum Fundament seiner Welterfahrung. Mit scharfem Blick und Mut zur eigenen Perspektive hat Luther auf der Straße und in den Städten beobachtet, was andere nicht sahen. Die produktive Umwandlung des Gesehenen wurde sein Erfolgsgeheimnis. Wie man mit selektiver Wahrnehmung die Welt verändern kann, lässt sich noch heute von ihm lernen.
Das erste Buch zum Luther-Jahr 2017: Wie die Welt das Denken Luthers bewegte und veränderte.

- Hardcover mit Schutzumschlag, Fadenheftung
96 Seiten mit vielen Fotografien
Format 17 x 24 cm, Druck in Duotone
ISBN 978-3-86260-004-5
EUR 19,90 | EUR(A) 20,60 | sFr. 30,50


Karen Michels ist habilitierte Kunsthistorikerin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf moderner Architektur und kulturhistorischen Themen. Sie ist insbesondere durch ihre Veröffentlichungen zu Aby Warburg und seinem Kreis hervorgetreten. Karen Michels war viele Jahre am Warburg-Haus in Hamburg tätig, dessen Wiedereinrichtung sie betreute.
»Der schön gestaltete, mit vielen zeitgenössischen Abbildungen versehene Band über Luthers Reisen entstand in der Begegnung der Kunsthistorikerin mit jenen Orten, die für den reisenden Mönch neue Einblicke undAlltagserfahrungen brachten, gesammelt jenseits der Studierstube, und sein Denken und Handeln nachhaltig veränderten. Allen LeserInnen empfohlen, die erfahren möchten, wie die Welt den großen Reformator geprägt hat.«
eliport, Das evangelische Literaturportal, Halgard Kuhn
»…Michels … zeigt, wie das vermeintlich Abwegige ins Zentrum von Luthers Denken führt. Das Buch ist mit Illustrationen der Lutherzeit ausnehmend schön gestaltet.«
Westfälischer Anzeiger, Ralf Stiftel



















